Di 01. - 04.09.2020 ― LC-Wanderwoche in Scuol

01.09.2020 | 07.20 | Bahnhof Luzern | Abfahrt 07.35 | für angemeldete Teilnehmer

Flyer   Bildergalerie

Dem einladenden Flyer von Gianantonio folgten am 1. September 2020 19 wanderfreudige Sänger des Luzerner Chores, zuzüglich zwei regelmässig teilnehmende Mannen, dem jährlichen Wanderevent. Dieser führte die Wanderlustigen dieses Jahr nach Scuol im Unterengadin. Mit der SBB erreichten wir von Luzern aus via Zürich Landquart. Nach dem Umstieg in die Rhätische Bahn ging’s durch den Vereinatunnel, und um die Mittagszeit erreichten wir das am schönen Inn gelegene Scuol.  Nach dem Zimmerbezug im Hotel Altana, ideal gleich beim Bahnhof gelegen, bestiegen wir die Gondel der Luftseilbahn nach Motta Naluns. Anschliessend erfolgte die erste kurze Aufwärmwanderung nach Prui. Männiglich schwärmte vom feinen Mittagessen im dortigen Bergrestaurant. Runter gings auf dem Sessellift nach Ftan und zurück nach Scuol per pedes oder im Postauto.

Der zweite Wandertag erfolgte in verschiedenen Gruppen. Unter der Leitung von Gianantonio Paravicini Bagliani gingen fünf wandererprobte Mannen auf die anspruchsvolle Wanderung über die Alp Valmala, Alp Laret und Muot da l’Hom wieder, wie im Vortag, nach Prui. Es mussten in 43/4 Stunden Wanderzeit mehr als 1'000 Höhenmeter überwunden werden. Rolf Amberg's und Otti Sidler’s Gruppe beinhaltete eine Wanderung mit Start in Vna nach Griosch, wo Mittagshalt war. Im Hof Zuort stärkte sich der Trupp mit einem letzten Drink, bevor es zurück ging nach Vna. Eine kleine Clique verlängerte den Rückweg um rd. eine Stunde durchs Val Sinestra und landete schliesslich im schönen, malerischen Sent. Per Postauto führte der Weg schliesslich für beide Gruppierungen zurück nach Scuol.

Tag drei führte 13 Mannen ab S-charl hinauf zum Ofenpass, unter kundiger Leitung von Gianantonio. Wunderschöne Landschaften konnten bestaunt und bewundert werden, u.a. den herrlichen Arvenwald, genannt God da Tamangur, notabene den höchsten geschlossenen seiner Art Europas. Nach einer Stärkung auf Alp Astras gings hoch am Fusse des Mischuns und einem kurzen Abstieg zum Tagesziel, dem Ofenpass. Nach dem wohlverdienten Drink auf der Passhöhe führte uns das Postauto durch den schweizerischen Nationalpark nach Zernez. Mit der Eisenbahn gelangten wir zurück nach Scuol. Die reine Wanderzeit dieser Tagestour dauerte 4 ½ Stunden, und es waren 780 Höhenmeter zu überwinden. Eine kleinere Gruppierung, unter der Leitung von Rolf Amberg, ging gleichentags nach Avrona bis zum Aussichtspunkt ins Val S-charl. Dort fand sogar ein interessantes Gespräch mit einem Wildhüter statt. Er gab Anweisungen zur bevorstehenden eidgenössischen Abstimmung. Es konnte der wunderschöne Ausblick auf Scuol und Motta Naluns sowie auf die verschneiten Berge von Samnaun genossen werden. Vom Höhenweg beim kleinen Bergsee Lai Nair folgte anschliessend der Abstieg nach Tarasp und per Postauto wieder zurück zum Hotel Altana.

Am vierten und letzten Tag führte die Reise per Bus nach Tarasp, wo das majestätisch gelegene Schloss Tarasp von unten bewundert wurde. Via Vulpera wanderte der Grossteil der Teilnehmer durch das Unterdorf (Scuol Sot), und es konnten die Gegensätze vom alten zum modernen Dorfteil betrachtet werden.

Die dreiköpfige Gruppe mit Adolf Haas, Hans Hofstetter und Rolf Kägi besuchte in den Tagen zwei und drei die Orte Tschlin, Ramosch, Sent, Guarda, Ardez und Vulpera. Es kamen teilweise nette Gespräche mit Leuten aus der freundlichen, aufgeschlossenen Bevölkerung zustande.

Die Teilnehmer genossen die schöne Zeit in bester Kameradschaft und fühlten sich im Hotel Altana der Familie Lehmann sehr wohl. Auch das feine Essen und die freundliche Bedienung lassen uns diesen Wanderevent in bester Erinnerung behalten. Umsichtig organisiert durch den Obmann Adolf Haas und seine Wanderleiter Otti Sidler, Gianantonio Paravicini Bagliani und Rolf Amberg genossen wir die auch wettermässig schönen Tage in einem der wundervollsten Flecken der Schweiz. Den erwähnten Herren sei für ihre geschätzte Arbeit sehr gedankt. Vor allem gebührt ein herzliches Dankeschön Gianantonio, welcher nebst bester Erledigung des ganzen administrativen Teils im Vorfeld des Anlasses auch noch zwei Strecken vor Ort rekognosziert und durchwandert hat.

Walti Trüb

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